Windpark Christiansruh

Grüner Strom aus der Region - wir stellen den Windpark Christiansruh vor

Getreu dem Motto, mit möglichst wenig Belastung möglichst effizient grünen Strom zu erzeugen, haben alle Beteiligten engagiert diese Planung vorangebracht. Die Stadt Kiel hat gemeinsam mit der Gemeinde Flintbek die planerischen Grundlagen für dieses Projekt geschaffen. Seit 2009 wird so der Windpark entwickelt und geht jetzt in die letzten Schritte zur Realisierung. Aktuell werden 5 Windenergieanlagen der 3 MW-Klasse geplant.
Der Windpark wird an der Kieler Stadtgrenze zu Flintbek stehen, drei Anlagen auf dem Stadtgebiet Kiel und zwei in Flintbek. Damit können über 15.000 Haushalte komplett mit grünem Strom versorgt werden und das Gute daran: Durch die Nähe zu den Verbrauchern sind Abschaltungen nicht zu erwarten und es treten kaum Leitungsverluste auf! Gerne können Sie sich auch selbst am Windpark beteiligen. Produzieren Sie Ihren Strom zukünftig selbst!

Windpark Bürgerpark

Windstrom ist heute eine der günstigsten Energiequellen. Das wollen wir vor Ort nutzen und den Windpark Christiansruh selbst betreiben. Schnell waren wir Grundstückseigentümer uns einig, wenn es die Möglichkeit gibt, den Windpark vor Ort zu betreiben, wollen wir das umsetzen. Aber nicht allein. Deshalb suchen wir Nachbarn, die mit uns gemeinsam den Betrieb des Windparks über die geplante 20-jährige Betriebsdauer begleiten wollen. Werden Sie Anteilseigner mit der Aussicht auf eine gute Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Aktuell sind wir dabei die endgültigen Prognosen aufzustellen. Bei Interesse an einer Beteiligung klicken Sie bitte hier. Wir planen ein genossenschaftliches Beteiligungsmodell mit einer Mindesteinlage von 1.000,- €. Eine für Bürgerwindparks übliche Rendite zwischen 5 und 10 % ist durchaus realistisch.

Windpark Technik

Welche Windenergieanlagen sollen aufgebaut werden?

Es steht zwar noch nicht endgültig fest, aber unser Favorit ist derzeit der Typ N131 von Nordex mit einer Nabenhöhe von 134 m. Welche Gründe haben uns zu dieser Wahl veranlasst?

Nach der Prämisse der Wertschöpfung vor Ort bevorzugen wir einen Hersteller mit deutschen Wurzeln und einer möglichst hohen Fertigungstiefe in Deutschland. Mit einem Firmensitz in Hamburg und einer Produktionsstätte in Rostock bleibt die Wertschöpfung in unserer Region. Einige technische Daten zum Produkt:

  • Leistung 3 MW
  • Rotor mit drei Flügeln, die zur Leistungsregelung verstellt werden können (Pitchregelung) und drehzahlvariabel sind
  • Der Turm ist im unteren Bereich aus Beton und im oberen Bereich aus Stahl

Im Vergleich zu anderen Anlagen zeichnet sich dieser Typ durch ein besonders niedriges Drehzahlniveau und besonders geringe Schallwerte aus. Die gesetzlich zulässigen Grenzwerte können deshalb weit unterschritten werden – Für eine weiterhin gute Nachbarschaft!

Windpark Gesellschafter

Das Team Windpark Christiansruh

Das Gesellschafterteam ( v. l. n. r. ): Hauke Repenning, Peter Horn, Hans-Heinrich Brockstedt, Dr. Hans-Günther Lüth, Jan Nehlsen, Sönke Schröder, Axel Struve, Hans-Georg Hamann

Windpark von oben

Windpark FAQs

Sie haben die Fragen, wir die Antworten:

Im Laufe der Planungszeit haben die Windenergieanlagenhersteller neue, effizientere Produkte auf den Markt gebracht. Vor allem größere Rotordurchmesser ermöglichen höhere Erträge. So wurde aus einer Planung mit 6 Windenergieanlagen, die alternativ auf 150 oder 180 m Gesamthöhe errichtet werden sollten, eine Planung mit nur noch 5 Windenergieanlagen mit 200 m Gesamthöhe. Damit konnte die Anlagenanzahl von 6 auf 5 reduziert werden, die Anlagen drehen langsamer und geben ein ruhigeres Bild ab, die Schallemissionen können mit diesem Typ deutlich reduziert werden und die Stromproduktion aus 5 Anlagen ist ca. 30 % höher als aus den ursprünglich geplanten 6 Anlagen. Da für Windenergienutzung an Land der Standort immer der knappe Faktor ist, ist eine optimale Nutzung zur Produktion möglichst viel grünen Stroms anzustreben. Als Betrachter kann man die Unterschiede zwischen 150, 180 und 200 m Gesamthöhe der Anlagen nur bei bewusster Betrachtung wahrnehmen. Unterschiede in der „Höhe des Störpotenzial“ als optische Beeinträchtigung für Betrachter mit negativer Einstellung zu Windenergieanlagen sind unwahrscheinlich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorteile höherer Anlagen mit größerem Rotordurchmesser eindeutig die Nachteile überwiegen.

Auch andere Städte zeigen, dass Windenergieanlagen innerhalb von Stadtgebieten errichtet und betrieben werden können. So gibt es z.B. Anlagen in Hannover, in Karlsruhe, in Hamburg und auch im Berliner Stadtgebiet. Wichtig ist, dass der Standort geeignet ist. Die planerischen Kriterien sind die gleichen, die an allen anderen Standorten eingehalten werden müssen. Der Vorteil eines solchen Standortes ist die Nähe zu den Verbrauchern, so dass der Strom direkt vor Ort genutzt werden kann. So ist das Ziel der dezentralen Energieerzeugung mit dem wenigsten Leitungsbau verbunden.

Die Aussage, dass sich die Anlage besonders für Schwachwindstandorte eignet, muss vor allem im internationalen Zusammenhang gesehen werden. Obwohl Kiel innerhalb Schleswig-Holsteins zu den ertragreicheren Standorten gehört, ist es global betrachtet eher ein Standort niedrigerer bis mittlerer Windgeschwindigkeiten. Der gewählte Anlagentyp entspricht der vorliegenden Einstufung des Standortes Kiel in die Windklasse III gemäß IEC bzw. Windzone 2 gemäß DIBt und damit der zweitniedrigsten Windklasse/-zone von insgesamt vier Windklassen/-zonen.

Ja! Schleswig-Holstein ist aufgrund seiner Lage zur Nutzung der Windenergie prädestiniert. Als Flächenland bietet es deutlich mehr Platz für die Errichtung von Windenergieanlagen, als Strom im eigenen Land verbraucht wird. Bereits in unmittelbarer Nachbarschaft in Hamburg sind die Verhältnisse umgekehrt. So können wir hier produzierten Strom für die Verbrauchszentren produzieren und „exportieren“ und damit den Anteil an Windstrom bundesweit weiter ausbauen. Außerdem bleiben wir damit einer schon länger andauernden Tradition treu. Schleswig-Holstein war bereits vor der Windenergienutzung Stromexportland. Die Kernkraftwerke Brokdorf, Brunsbüttel und Krümmel haben einen großen Teil des Stroms nach Hamburg exportiert. – Außerdem werden in Bayern auch mehr Autos gebaut als in Bayern gefahren werden können!

Nein! Alle Aufwendungen müssen von den Initiatoren übernommen werden. Dass hat sich die Stadt Kiel absichern lassen, denn bereits vor Vergabe von Aufträgen an die von der Stadt Kiel ausgesuchten Gutachterbüros musste das Geld von den Initiatoren hinterlegt werden. Ebenfalls können keine Risiken des Betriebs oder des Rückbaus auf die Stadt zukommen. Anders als bei herkömmlichen Kraftwerken müssen vor dem Bau von Windenergieanlagen Bürgschaften für den Rückbau hinterlegt werden. Das unterscheidet Windenergie von Kohle und Atom, bei deren Nutzung nicht ausgeschlossen ist, dass ein Teil der „Ewigkeitskosten“ am Ende vom Steuerzahler übernommen werden müssen.

Infraschall kommt vielfältig in unserer Umgebung vor und kann sowohl aus natürlichen Quellen stammen aber auch aus technischen Anlagen, wie z.B. Windenergieanlagen. In zahlreichen Studien wurden Messungen zu Infraschall von Windenergieanlagen durchgeführt. Übereinstimmend weisen die Messungen bereits in geringen Entfernungen von 150 m – 300 m zu Windenergieanlagen Schallpegel deutlich unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle auf. In den Entfernungen, in denen Wohnbebauung zulässig ist, ist es regelmäßig schwierig, Infraschall einer Windenergieanlage überhaupt messtechnisch nachzuweisen, da er vom Hintergrundrauschen (z.B. Infraschall durch Wind) nicht unterschieden werden kann. Nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es deshalb aus heutiger Sicht undenkbar, dass eine Windenergieanlage durch Infraschall Anwohner belästigt oder gar schädigt. Beim Bau von Windenergieanlagen müssen im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens umfassende baurechtliche Vorschriften eingehalten werden. Ein wichtiger Abschnitt bei der Genehmigung von Windenergieanlagen findet bereits in der Planungsphase statt, denn zu diesem Zeitpunkt werden die zu erwartenden Schallemissionen überprüft. Grundlage hierfür ist die „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA-Lärm DIN ISO 9613-2), in der jeweils konkrete Vorgaben für Geräuschpegel festgelegt sind, die in Wohn-, Misch- oder Gewerbegebieten nicht überschritten werden dürfen. Nach ihnen richtet sich der Abstand zur nächsten Wohnbebauung. Für eine Baugenehmigung ist die Einhaltung dieser Werte durch ein Gutachten nachzuweisen. Auch nach der Errichtung der Windenergieanlagen wird die Einhaltung von gesetzlich geregelten Maximalwerten durch die zuständige Behörde überwacht.

Bei sehr tief stehender Sonne können lange Schatten von den Anlagen einige der umliegenden Häuser erreichen. Eine Prognoserechnung klärt, an welchen Wohnhäusern Schatten auftreten können. So kann später eine Schattenabschaltautomatik in den Anlagen programmiert werden, die eine unnötige Belästigung der Anwohner ausschließt. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Sonnenstände wird ein Kalender zur kurzzeitigen Abschaltung in den Anlagen hinterlegt. Eine Sensorik prüft im Betrieb, ob die Sonne scheint oder ob bedeckter Himmel ist. So werden Abschaltzeiten minimiert und die Anwohner gleichzeitig vor dem als unangenehm empfundenen bewegten Schattenschlag geschützt.

Aus den vorliegenden Gutachten, deren Erstellung die Stadt Kiel bei unabhängigen Gutachtern beauftragt hat, ergibt sich, dass die Gefahr von Kollisionen von Fledermäusen mit den Windenergieanlagen nicht komplett ausgeschlossen werden können. Deshalb müssen die Anlagen in den ersten 2 Betriebsjahren mit einer „Fledermausabschaltung“ betrieben werden. Dazu werden die Anlagen in bestimmten Monaten bei bestimmten Umweltbedingungen abgeschaltet, nämlich immer dann, wenn solche Bedingungen vorherrschen, dass Fledermäuse auch fliegen. Das sind laue Sommernächte mit relativ wenig Wind. Da Fledermäuse also nur bei niedrigen Windgeschwindigkeiten fliegen, ist der Ertragsausfall moderat und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu verkraften. Gleichzeitig werden die Anlagen mit Detektoren ausgestattet, die das tatsächliche Fledermausaufkommen in den ersten Betriebsjahren in Rotorhöhe erfassen. Bisherige Messungen wurden vom Boden aus gemacht. Das Flugaufkommen in Rotorhöhe kann erst nach Errichtung der Anlagen gemessen werden. Stellt sich dabei heraus, dass das Flugaufkommen in Höhe des Rotors nicht vorkommt, kann auf die „Fledermausabschaltung“ ggf. ganz verzichtet werden.

Seit 2014 hat ein erstes System zur bedarfsgerechten Befeuerung eine Zulassung erhalten. Seit Sommer 2015 ist nun auch der rechtliche Rahmen beschlossen, dass dieses System keine Ausnahmegenehmigung mehr zum Einsatz benötigt, sondern der Betrieb generell zugelassen ist. Damit ist es möglich, die roten Lampen nachts auszuschalten, sobald sich ein Flugzeug im Gefahrenbereich befindet, wird dann die Hindernisbefeuerung eingeschaltet. Einziger Wehrmutstropfen: Das System ist mit rund einer Mio. € eine nicht unerhebliche Zusatzinvestition, die vom Gesamtprojekt getragen werden muss. Dazu ist u.a. die effektive Variante mit 200 m Anlagen notwendig.

Während des Windparkbetriebs müssen keine Wege gesperrt werden oder in der Nutzung eingeschränkt werden. Die zukünftigen Windenergieanlagenstandorte befinden sich alle auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, so dass von der Fläche, die zur Naherholung zur Verfügung steht, nichts verloren gehen wird. Aus anderen Windparks wird berichtet, dass die Anlagen durchaus Attraktionswirkung haben und sich regelmäßig Besuchergruppen anmelden. Spazierengehen, Joggen, Fahrradfahren, Reiten etc. – alles ist ohne Einschränkungen weiter möglich.

In der Zwischenzeit hat die Landesregierung ein Gesetz verabschiedet, das den weiteren Ausbau der Windenergie regelt. Danach sind Genehmigungen für solche Anlagen zu erteilen, die mit den Regeln der Landesplanung vereinbar sind. Im laufenden Verfahren sind danach alle Vorgaben abgeprüft und eingehalten, einer Genehmigung steht also wegen des OVG Urteils nichts im Wege.

Die häufig geäußerte Befürchtung Grundstückspreise werden durch die Nachbarschaft zu einem Windpark negativ beeinflusst, konnte durch eigene Beobachtungen von Grundstücksverkäufen in der Nähe von Windparks nicht bestätigt werden. Es waren vielmehr andere Faktoren wertbestimmend wie beispielsweise Infrastruktur, Wärmedämmung des Objekts, Zustand von Heizung und Bädern und ob schnelles Internet verfügbar ist. Bestätigt werden diese eigenen Erfahrungen durch den gerade kürzlich durch das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) veröffentlichten Grundstücksmarktbericht, der die Entwicklung der Kaufpreise von Einfamilienhäusern in der Nähe von Windkraftanlagen untersucht. In den Jahren 2005-2012 konnten demnach keine negativen Auswirkungen von Windenergieanlagen auf den Wert von benachbarten Grundstücken und Immobilien in den Landkreisen Aurich, Friesland, Leer und Wittmund sowie in den kreisfreien Städten Emden und Wilhelmshaven festgestellt werden.

Stadtplanung Politik

Seit 2009 ist es erklärtes Ziel der Stadt Kiel und der Gemeinde Flintbek, gemeinsam den interkommunalen Windpark realisieren zu wollen. Eine Vielzahl von Beschlüssen beider Kommunen dokumentiert dies. Seit Februar 2016 will die SPD Kiel das Projekt „Windpark Kiel“ fallen lassen. Hier finden Sie weitere Informationen dazu:

Beteiligungs Möglichkeit

Kieler Wind für meine Steckdose – ich will meine Energiewende selbst betreiben!

Ich interessiere mich für eine Beteiligung am Windpark Christiansruh und bitte, mich über den weiteren Fortgang der Planungen auf dem Laufenden zu halten. Wenn die genauen Beitrittsbedingungen bekannt sind, möchte ich informiert werden. Erst danach entscheide ich mich, Geld im Windpark zu investieren. Bis dahin ist meine Anfrage unverbindlich.

Vielen Dank, wir haben Ihre Nachricht erhalten.

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